Anfangsvermögen (beim Zugewinnausgleich)

Um den in der Ehezeit von jedem Ehegatten erwirtschafteten Zugewinn an Vermögen ermitteln zu können, müssen sowohl das Endvermögen am Tag der Zustellung des Ehescheidungsantrages als auch das Anfangsvermögen am Tag der Eheschließung bekannt sein. Zum Anfangsvermögen gezählt werden sämtliche Sachen und Rechte mit ihrem wirtschaftlichen Wert, also z.B. Immobilien, Bankguthaben, Lebensversicherungen auf Kapitalbasis etc. Hier auftretende Abgrenzungsschwierigkeiten z.B. zu Hausratsgegenständen, welche gegebenenfalls nicht in den Zugewinn gehören, sollten Sie in jedem Fall fachlich über ihren Rechtsanwalt klären lassen. Wir empfehlen schon bei Eheschließung ein Vermögensverzeichnis über den Bestand und Wert des jeweiligen Anfangsvermögens aufzustellen, da nach langjähriger Ehe häufig nur noch eine vage Erinnerung über das Vermögen zum Tag der Eheschließung besteht oder kein Nachweis hierüber mehr vorhanden ist. Es empfiehlt sich bei Eheschließung ein Vermögensverzeichnis über den Bestand und Wert des jeweiligen Anfangsvermögens aufzustellen, da sonst unter Umständen nach langjähriger Ehe kein Nachweis und keine Kenntnis hierüber mehr besteht. Hier empfiehlt es sich, die Kontoauszüge vom Tag der Eheschließung aufzubewahren. Tritt ein Ehegatte überschuldet in die Ehe, wird sein Anfangsvermögen nicht negativ sondern mit null bewertet, was später beim Ausgleich des Zugewinns unter Umständen zu Benachteiligungen des anderen Ehegatten führen kann. In diesem Fall empfiehlt es sich bereits vor Eheschließung mit einem Anwalt über die Notwendigkeit eines Ehevertrages zu sprechen.

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