Anwaltszwang

Sowohl für das Scheidungs- wie für das Aufhebungsverfahren (für Lebenspartnerschaften) als auch für die jeweiligen Folgesachen besteht Anwaltszwang (§ 78 Abs. 2 ZPO), d.h. beide Parteien müssen sich durch einen Rechtsanwalt vor dem Gericht vertreten lassen. Sind Sie sich mit Ihrem Ehegatten bzw. Lebenspartner allerdings über alle zu regelnden Angelegenheiten, wie Unterhalt, Zugewinnausgleich, elterliche Sorge usw. einig, kann das Scheidungs- bzw. Aufhebungsverfahren auch nur mit einem Anwalt durchgeführt werden. Dieser muss dann die Anträge stellen, während der Ehegatte, welcher nicht anwaltlich vertreten ist, dem Scheidungsverfahren lediglich zustimmen und keine eigenen Anträge stellen kann.

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