Ehevertrag

In einem Ehevertrag können Sie schon vor oder während der Ehe vorsorglich Regelungen mit Ihrem Ehepartner treffen für den Fall, dass die Ehe scheitert. Solche Vereinbarungen können Sie umfassend oder nur über einzelne Bereiche gesondert schließen, wie z.B. zum Ausgleich des während der Ehe hinzugewonnenen Vermögens (Zugewinn), zum Unterhalt und zum Ausgleich der während der Ehe erworbenen Anrechte auf Invaliditäts- und Altersrente (Versorgungsausgleich) ebenso wie zu sonstigen Folgen der Ehescheidung, wie Hausrat, Wohnungsüberlassung etc. Der Vertrag ist vor einem Notar abzuschließen. Vor dem Abschluss des Ehevertrages sollten Sie sich unbedingt umfassend beraten lassen, um möglichst Regelungen zu treffen, die auch der Kontrolle der Gerichte im Streitfall standhalten. Vor allem Regelungen zum Kernbereich des Scheidungsfolgenrechts, also Betreuungsunterhalt, Alters- und Krankheitsunterhalt sowie zum Versorgungsausgleich (als vorweggenommener Altersunterhalt) verdienen besonderen Schutz, so die höchstrichterliche Rechtsprechung. Viele ältere Eheverträge halten dem neueren Prüfungsmaßstab nicht stand.

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