Einkommensteuer

Ehescheidungskosten (inkl. der Folgesachen) können Sie steuerlich als außergewöhnliche Belastungen (§ 33 EStG) geltend machen. Dies gilt auch für einvernehmliche Scheidungen und bei einer außergerichtlichen Regelung der Folgesachen (wobei allerdings die Kosten der Vermögensauseinandersetzung von der Finanzverwaltung häufig nicht anerkannt werden). Nicht berücksichtigungsfähig sind allerdings Kosten, die abweichend von der gerichtlichen Entscheidung übernommen werden oder die durch den Umzug und die Einrichtung einer neuen Wohnung entstehen. Unterhaltszahlungen an den getrenntlebenden bzw. geschiedenen Ehegatten stellen steuerrechtlich grundsätzlich keine abzugsfähigen Ausgaben dar. Dieser Grundsatz wird allerdings durch das sog. begrenzte Realsplitting (vgl. dort) durchbrochen, wodurch der unterhaltsverpflichtete Ehegatte mit Zustimmung des Unterhaltsberechtigten die Unterhaltsleistungen bis zu EUR 13.805,00 im Kalenderjahr als Sonderausgaben abziehen kann. Umgekehrt muss dann aber der Berechtigte die Unterhaltszahlungen als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 1 a. EStG versteuern. Die sich hieraus ergebenden Nachteile müssen dem Berechtigten allerdings vom Unterhaltsverpflichteten ersetzt werden.

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