Postmortale Vollmacht (transmortale Vollmacht)

Mit der Testamentserrichtung sind oftmals nicht alle Vorsorgemaßnahmen für den Todesfall getroffen, die erforderlich sind. Die Überlastung der Gerichte und Streitigkeiten unter den Erben führen nicht selten dazu, dass über den Nachlass bis zu einem halben Jahr oder länger nach dem Erbfall nicht verfügt werden kann. Grund hierfür ist, dass kein Erbschein vorliegt oder die Erben als Parteien im Erbscheinsverfahren streiten. Zwar besteht die Möglichkeit, per letztwilliger Verfügung einen Testamentsvollstrecker einzusetzen, doch dauert es auch hier vier bis fünf Monate, bevor ein Testamentsvollstreckerzeugnis erteilt wird. Die Problemlösung liegt in der Erteilung entweder einer postmortalen Vollmacht, d. h. einer Vollmacht, die erst mit dem Tod wirksam wird, oder einer transmortalen Vollmacht, d. h. einer Vollmacht, die über den Tod hinaus gilt.

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