Schuldrechtlicher Versorgungsausgleich

Soweit Versorgungsanrechte für das Alter oder Erwerbsunfähigkeit im Zusammenhang mit dem Scheidungsverfahren nicht ausgeglichen werden konnten, etwa weil es sich um ausländische Anwartschaften des anderen Ehepartners handelt oder die Anwartschaften des anderen Ehepartners zum Zeitpunkt der Scheidung noch verfallbar gewesen sind (Betriebsrenten, Zusatzversorgungen), erfolgt dieser Ausgleich ggf. auf Ihren späteren Antrag hin (auf Gewährung einer Ausgleichsrente), den Sie regelmäßig erst nach Eintritt der Versorgungsberechtigung beider geschiedener Ehegatten geltend machen können. Bezüglich der Anrechte, die erst nach Rechtskraft der Scheidung unverfallbar geworden sind, kann ein Antrag auf Abänderung der Erstentscheidung gestellt werden, wenn einer der früheren Ehegatten das 55. Lebensjahr vollendet hat, oder wenn Ihr geschiedener Ehepartner bzw. die Hinterbliebenen aus einer aufgrund des Versorgungsausgleiches gekürzten Versorgung Rente beziehen bzw. der Berechtigte (oder Hinterbliebene) aufgrund des Versorgungsausgleiches Versorgungsleistungen erhalten. Beachten Sie weiter, dass ca. 2009/2010 die Reform des Versorgungsausgleichs in Kraft treten wird. In den vorgenannten Fällen sollten Sie sich bezüglich der Konsequenzen der Reform dann dringend beraten lassen.

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