Sonderbedarf

Ein Bedarf, der nur unregelmäßig auftritt und bei der Bemessung des laufenden Unterhalts wegen seiner Unvorhersehbarkeit nicht berücksichtigt werden konnte, kann als Sonderbedarf zusätzlich zu dem Tabellenunterhalt geltend gemacht werden, wenn er im Verhältnis zum laufenden Unterhalt außergewöhnlich hoch ist. Allerdings ist die Rechtsprechung bei der Zuerkennung eines solchen Sonderbedarfs sehr zurückhaltend und will es „im Zweifel bei der laufenden Unterhaltsrente“ belassen. Sind größere oder zusätzliche Ausgaben wie z. B. die Anschaffung eines Musikinstrumentes bei einem musikalischen Kind oder die Kommunions- oder Konfirmationsfeier vorhersehbar, ist der laufende Unterhalt von vornherein so zu bemessen, dass genügend Spielraum für eine vernünftige Planung bleibt.

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