Sorgeerklärung

Nichteheliche Eltern können durch gleichlaute Sorgeerklärungen die gemeinsame elterliche Sorge begründen. Es bedarf zur rechtsgeschäftlichen Begründung der gemeinsamen Sorge einer entsprechenden gemeinsamen Sorgeerklärung der Eltern. Gemeinsam bedeutet nicht gleichzeitig, sondern gleichlautend. Motiv für diese Sorgeerklärung kann beispielsweise sein, das gemeinsame Familienleben vor dem Entschluss zu einer Heirat zu erproben. Ebenso kommt es in Betracht, dass die Eltern die gemeinschaftliche Verantwortung für das nicht in einer Ehe geborene Kind übernehmen wollen, obwohl sie völlig getrennte Lebenskreise haben. Auch wenn ein Elternteil mit einem Dritten verheiratet ist, steht dies einer gemeinsamen Sorge für ein nichteheliches Kind nicht entgegen.

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