Umgangsrecht

Jeder Elternteil hat ein gesetzlich verankertes Recht auf Umgang mit dem Kind. Auch das Kind hat ein Recht darauf, mit beiden Elternteilen den Kontakt zu pflegen und die Bindung aufrecht zu erhalten. Nach dem Gesetz ist oberstes Prinzip das Wohl des Kindes. Dazu gehört der Umgang mit beiden Elternteilen. Die Häufigkeit des Umgangs ist abhängig von dem Alter des Kindes und der bisherigen Bindung zum umgangsbegehrenden Elternteil. Beispielsweise wird von den Familiengerichten häufig bei einem Kind im Grundschulalter ein 14-tägiges Umgangsrecht von Freitag bis Sonntag zugesprochen. Ebenso sind Schulferien und kirchliche Feiertage gerecht aufzuteilen. Ein Ausschluss des Umgangsrechts ist nur in extremen Ausnahmefällen möglich: z.B. bei konkreter Gefahr von Kindesmisshandlung oder sexuellem Missbrauch. Zu denken ist auch an die Möglichkeit eines betreuten Umgangs. Hierbei findet der Umgang z.B. in den Räumlichkeiten des Jugendamtes statt, wobei eine dritte Person anwesend ist und den Umgang beaufsichtigt.

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