Vaterschaft

Der biologische Vater ist dann Vater im Rechtssinne, wenn er
– im Befruchtungszeitraum mit der Mutter verheiratet war oder
– wenn er die Vaterschaft anerkannt hat oder
– wenn seine Vaterschaft durch das Gericht festgestellt wurde.

Anerkennung der Vaterschaft: Die Vaterschaft kann kostenfrei durch das Jugendamt beurkundet werden. Sie bedarf jedoch der Zustimmung der Mutter und unter Umständen auch der Zustimmung des Kindes und des zum Befruchtungszeitpunkt mit der Mutter verheirateten Mannes. Wird die Zustimmung verweigert, kommt nur eine gerichtliche Vaterschaftsfeststellung in Betracht. Anfechtung der Vaterschaft durch den Vater: Erfährt der Scheinvater Tatsachen, aus denen sich die nicht ganz fernliegende Möglichkeit ergibt, dass das Kind von einem anderen Mann abstammt, so kann er ab dem Zeitpunkt der Kenntnisnahme – innerhalb von 2 Jahren – die Vaterschaft anfechten. Lässt er die 2-Jahresfrist verstreichen, kommt aus Gründen der Rechtssicherheit eine Anfechtung der Vaterschaft nicht mehr in Betracht.

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